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Immobilienkredite NEU: aktuelle Situation!

Neue Richt­li­nien bei der Ver­gabe von Wohn­kre­di­ten sol­len eine Sta­bi­li­sie­rung der Immo­bi­li­en­preise brin­gen. Aber wie sieht die Realität aus? Die Ban­ken gehen mit den Ver­ga­be­richt­li­nien höchst unter­schied­lich um, was die Ori­en­tie­rung für die Kun­den nicht gerade ein­fa­cher macht. Mit Stich­tag 1. August hatte die Finanz­mark­tauf­sicht bis­he­rige Emp­feh­lun­gen zu Ver­pflich­tun­gen gemacht und damit die Gewäh­rung von Immo­bi­li­en­kre­di­ten stren­gen Bedin­gun­gen unter­wor­fen. Vor­ran­gi­ges Ziel ist, das hei­mi­sche Ban­ken­sy­stem zu sta­bi­li­sie­ren, da zuletzt auf­grund der hohen Immo­bi­li­en­preise – diese haben sich in den ver­gan­ge­nen zwölf Jah­ren bei­nahe ver­dop­pelt – und der zugleich nied­ri­gen Zin­sen immer höhere Kre­dite gewährt wor­den waren. „Weil die Bank­kun­den jetzt nicht mehr so ein­fach zu Geld kom­men, wird dadurch ver­mut­lich auch die mas­sive Preis­stei­ge­rung auf dem Immo­bi­li­en­sek­tor abge­fan­gen“, pro­gno­sti­zieren Immo­bi­li­enexperten.

Warum es für bestimmte Kun­den­grup­pen schwie­ri­ger ist, einen Kre­dit zu bekom­men? Zum einen muss der Eigen­ka­pi­talan­teil, ver­ein­facht for­mu­liert, min­de­stens 20 Pro­zent des Kauf­prei­ses plus Neben­ko­sten aus­ma­chen. Zum ande­ren darf die monat­li­che Rück­zah­lungs­rate 40 Pro­zent des monat­li­chen Ein­kom­mens nicht über­stei­gen. Rund die Hälfte derer, die frü­her pro­blem­los Geld bei ihrer Bank beka­men, hät­ten unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen durch die Fin­ger geschaut! Der gefor­derte Eigen­ka­pi­talan­teil trifft vor­ran­gig die Jün­ge­ren, die noch keine Erspar­nisse auf­ge­baut und auch nichts geerbt haben.

Die Rück­zah­lungs­quote macht jenen zu schaf­fen, die über ein nied­ri­ges Ein­kom­men ver­fü­gen. Aber auch Bes­ser­ver­die­ner kom­men zum Hand­kuss. Ein Arzt bei­spiels­weise, der 10.000 Euro im Monat netto bezieht und über aus­rei­chende finan­zi­elle Mit­tel und Sicher­hei­ten ver­fügt, könnte sich eine Rück­zah­lung von 5000 Euro pro Monat, also mehr als die maxi­mal erlaub­ten 40 Pro­zent des Ein­kom­mens, locker lei­sten. Den­noch müs­ste das Kre­dit­in­sti­tut die­sen Kun­den ablehnen!!

Großer Ermes­sens­spiel­raum. Dass etli­che Ban­ken sol­che Kre­dite den­noch gewäh­ren, ist legal: Bei bis zu einem Fünf­tel sei­ner Kre­dit­ver­ga­ben darf sich jedes Kre­dit­in­sti­tut über die Vor­ga­ben hin­weg­set­zen. Die­ser Ermes­sens­spiel­raum ist es, der die Sache für die Kun­den so intrans­pa­rent macht, weil kein Kunde im Vor­hin­ein weiß, wie eine bestimmte Bank diese Aus­nah­men hand­habt. Es gibt Geld­in­sti­tute, die sehr strikt sind und von der Mög­lich­keit der Aus­nah­men gar kei­nen Gebrauch machen, andere schöp­fen ihr Kon­tin­gent voll aus und gehen dabei nach ihren eige­nen Kri­te­rien vor.

Für Kun­den ist das undurch­schau­bar und zeit­auf­wen­dig, weil unter Umstän­den mit vie­len lee­ren Kilo­me­tern von einer Bank zur ande­ren ver­bun­den. „Für viele ange­hende Immo­bi­li­en­käu­fer geht es nicht darum, den besten Kre­dit zu bekom­men, son­dern darum, über­haupt einen zu krie­gen!! Wenn Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie mich unter: beratung@austrofinanz.at oder Tel. 0676/761 92 93.